Die scharfe Sieben
Es war im Gasthaus zur Linde um 1980, wo die Sportler nach dem Dienstagturnen gerne einkehrten. Gerhard, Hansi und Fritz können sich noch gut an den Abend erinnern. Zum Schafkopfen fehlte ihnen der vierte Mann. Da saß ein Fremder, der Jürgen, der gerade eine Fahrschule eröffnet hatte und sich unter die Leute mischte. Ob er denn Schafkopfen könne? „Freilich, Schafkopfen taten wir zuhause gern. Aber ich hab lange nicht mehr gespielt. Wie war das doch, Solo, Grang?“ „Nein, Wenz heißt das bei uns.“ „Und was noch?“ „Das Spiel zu zweit mit einer Sau.“ „Ach ja.“Und schon ging es los. Jürgen meldete sofort ein Spiel an. „Ich spiele mit der Herzsau.“ „Du meinst ein Herzsolo?“ „Nein.“ „Dann musst du mit einer anderen Sau spielen.“ „Ich spiele mit der Schellensau.“ Der Hansi suchte sie und der Gerhard stach die Schellensau vom Fritz. Gerhard brachte grün und alle bedienten grün. Gerhard brachte Eichel und alle bedienten Eichel. Der Fritz, der Partner von Jürgen machte große Augen und fragte sich, wann der Jürgen wohl mit seinen Trümpfen herausrücken würde. Auf einmal, als alles schon entschieden war kam endlich Jürgen an die Reihe. Er holte mächtig aus zog seinem Herztrumpf und sagte: „Jetzt kommt die scharfe Sieben“ Seitdem sagen alle, wenn der Jürgen vorfährt
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